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| Teufelskralle |
| Harpogophytum procumbens |
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| Anwendung |
| innerlich |
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Inhaltsstoffe
Als Wirkstoffe der Teufelskralle wurden im Wesentlichen Bitterstoffe vom Iridoidtyp, darunter 0,1 bis 2,0 Prozent Harpagosid als Hauptinhaltsstoff und Procumbid, freie Zimtsäure und Flavonoide ausgemacht.
Heilwirkung und Verwendung
Die südafrikanische Volksmedizin verwendet Teufelskralle bei Verdauungs-beschwerden, Fieber, Furunkeln, Hautverletzungen, als Abführmittel, zur Behandlung von Geschwüren oder zur Linderung von Schmerzen.
Die Teufelskralle benötigt zwischen drei und sechs Wochen um die volle Heilwirkung zu erzeugen. Das Indikationsspektrum von Teufelskralle umfasst deshalb hauptsächlich chronisch-entzündliche Prozesse des Bewegungsapparates, wozu auch in Studien untersuchte Erkrankungen wie durch Spondylosen (knöcherne Zubildungen an den Wirbeln), chronisch-entzündliche Polyarthritis (PCP) oder der therapeutisch oft nur schwer zu erreichende Weichteilrheumatismus (Fibromyalgie) gehören. Die stark bittere Wirkung der Teufelskralle stärkt und stimuliert auch das Verdauungssystem. Da viele arthritische Beschwerden mit einer schlechten Verdauung und einer mangelhaften Aufnahme der Nahrung verbunden sind, trägt die anregende Wirkung der Pflanze auf Magensäure und Gallenproduktion zu ihrem Wert bei der Behandlung von Arthritis bei.
Herkunft
Die Teufelskralle gehört zur Familie der Sesamgewächse (Pedaliaceae). Die Pflanze ist im südlichen Afrika, Ländern wie Namibia, Südafrika und im westlichen Botswana beheimatet. Sie wächst in tiefgründigen Sandböden in Regionen mit eher spärlicher Vegetation. Der sonderbare Name Teufelskralle bezieht sich auf die Form der reifen, aufgesprungenen Samenkapseln. Der Gattungsname Harpagophytum, griechisch «harpagos» = Enterhaken, gibt genauere Hinweise auf die Namensgebung. Die Pflanze musste in ihrer unwirtlichen Heimat besondere Überlebensstrategien entwickeln. Sie stattet ihre reifen Samenkapseln mit von ankerartigen Widerhaken besetzten und verzweigt aussehenden Auswüchsen aus. Damit sind die Samenkapseln in der Lage, sich Mitfahrgelegenheiten zu entern. Praktisch krallen sich die großen Samenkapseln am Beinfell von vorüberziehenden Tieren fest und werden so in andere Regionen befördert.
Nach der Regenzeit entwickelt die Teufelskralle wenige Sprosse, aus denen gegenständig wachsende, weiche, gelappte Blätter, die sich über dem Sandboden verbreiten, entstehen. Danach wachsen große, hellviolette Blüten, die nur für einen Tag blühen. Werden sie bestäubt, wachsen daraus die besagten krallenartigen Samenkapseln. Nur diese verbleiben auf dem Sandboden, während die übrigen oberirdischen Pflanzenteile bald darauf verdorren. Unterirdisch bildet die Teufelskralle einen Primärwurzelstock, der sich etwa 30 Zentimeter unter der Erdoberfläche befindet und aus dem Knospen für die Erneuerungstriebe der nächsten Regenperiode sprießt.
Von dem Hauptwurzelstock gehen kleinere Seitenwurzeln ab. Zum Schutz gegen die Hitze wachsen sie bis 1,5 Meter in die Tiefe und bilden in unregelmäßigen Abständen verdickte Wurzelteile: die sekundären Pflanzenknollen.
Zum Schutz vor Fressfeinden hat die Pflanze noch eine besondere Waffe verfügbar: Wegen des Wasser- und Futtermangels suchen Tiere in der Hitzeperiode nach den feuchtigkeitsspeichernden Knollen. Die Teufelskralle hat im Laufe der Evolution ihre Speicherknollen mit Bitterstoffen ausgestattet, so dass sie praktisch ungenießbar ist. Pharmakologisch betrachtet, gibt es keine Drogen, die bitterer sind als Teufelskrallen-Wurzeln.
In den letzten Jahren ist der Bedarf an den Speicherwurzeln zur medizinischen Verwendung stetig gestiegen. Der Hauptexporteur Namibia hat in den 90er-Jahren 500 Tonnen getrocknete Teufelskrallen-Wurzeln ausgeführt. 2002 stieg der Export auf 1038 Tonnen. Das Gros des heutigen Bedarfs wird weiterhin über Wildsammlungen.
Anwendung
Als Futterzusatz (max. 5 g für große Hunde) oder Tee anbieten.
Rezept für Tee
1 TL getrocknete, zerkleinerte Teufelskrallenwurzel mit ca. 300 ml etwa 15 Minuten köcheln, dann abseihen.
Wichtiger Hinweis
Nicht während der Trächtigkeit verabreichen und nicht überdosieren!
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